Das Ursula Blickle Lab lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich ein zu

HASEN MACHEN JA VERHÄLTNISMÄẞIG HÄUFIG NEUE HASEN

von Maren Kames, Vasna Aguilar und Henri Hüster

am Freitag, 9. Oktober 2026, 19 Uhr

in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ

Eintritt frei

– stattdessen ein in sich bewegtes Gefüge ins Gleichgewicht zu heben, mit Winkeln, Nischen, Buchten, in denen die Mehrdeutigkeiten, Diskontinuitäten nisten, nach Belieben ein- und ausgehen und zeitweise entwischen wie unzuverlässige Geister, ein Mobile zwischen meinen Fingerspitzen, wie kann ich das offen halten, wie hält sich das?

Fragt sich die Erzählerin, fragt sich das sie begleitende Titeltier, fragt sich der Text in Maren Kames’ 2024 in Buchform erschienener Hasenprosa. Es ist eine Reise durch Zeitalter und Lebenszeiten. Eine Inventur gegen die Zudringlichkeit der Infrastrukturen. Ein Gewebe aus Erinnerungen, Erfindungen, Träumen, Wirklichkeiten, Menschen, Fragen und Musik. Ein Kosmos voller Schlaf und Liebe.

Im Oktober nisten sich Henri Hüster, Vasna Aguilar und Maren Kames für eine Woche in den Winkeln, Nischen und Buchten der Blickle-Stiftung ein und versuchen, diesen Kosmos in den mehrdimensionalen Raum zu bringen. Die Bedingungen und Zutaten: Text, Tanz, Sound, Bild, Zeit – und ein ferngesteuerter Traktor.

Im Anschluss an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.

Flyer: Gestaltung: Leon Stark

Gestaltung: Leon Stark

Informationen zu den beteiligten Künstlerinnen

Maren Kames wurde 1984 in Überlingen am Bodensee geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Theaterwissenschaft in Tübingen und Leipzig, im Anschluss am Institut für Literarisches Schreiben in Hildesheim. Ihr Schreiben bewegt sich seit Beginn zwischen den Genres und Kunstformen. Ihre Bücher wurden als Hörspiele und Bühnenstücke inszeniert. Mit ihrem Roman Hasenprosa (Suhrkamp, 2024) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie ist nach 2017 zum zweiten Mal Gast des Ursula Blickle Lab.

Foto: Max Zerrahn

Vasna Aguilar (*1989) ist eine schweizerisch-mexikanische Tänzerin und Choreografin. Sie studierte klassischen Tanz an der Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier und zeitgenössischen Tanz an der Codarts University of the Arts. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie zunächst als Tänzerin in verschiedenen festen Ensembles. Seit 2016 ist sie freischaffend als Tänzerin und Choreografin in Deutschland, der Schweiz und Frankreich tätig und verbringt regelmäßig Zeit in Mexiko. Als Choreografin entwickelt sie Arbeiten für unterschiedliche Ensembles und Bühnen, sowohl im institutionellen Kontext als auch in der freien Szene. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Tanz und Theater.

Foto: Valentin Bourdiol

Henri Hüster (*1989) ist Theater- und Hörspielmacher. Theaterarbeiten entstanden in der Freien Szene Hamburgs und an Stadttheatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hörspiele u.a. für DLF Kultur, NDR Kultur, SRF. ARME ARME REICHE REICHE, inszeniert und choreografiert von Vasna Aguilar und Henri Hüster am Lichthof Theater Hamburg, stand auf der Shortlist des Theatertreffen 2026. 

Foto: Charlotte Hafke

Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.

Rückblick: to build to bury to remember

mit

Jenaba Samura

Lesung

Sarah Ama Duah mit Naomi Boima und Rositsa Mahdi

Performance

am Freitag, 15. Mai 2026, 19 Uhr

in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ

Wir danken Sarah Ama Duah, Jenaba Samura und den Performerinnen Naomi Boima und Rositsa Mahdi für ihre Arbeit, unseren Gästen für den iAustausch, sowie allen, die an der Realisierung dieses Projekts mitgearbeitet haben.

Das Ursula Blickle Lab lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich ein zu

to build to bury to remember

am Freitag, 15. Mai 2026, 19 Uhr

in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ

Eintritt frei

mit

Jenaba Samura
Lesung

Sarah Ama Duah mit Naomi Boima und Rositsa Mahdi
Performance

Erinnerung ist kein statischer Ort – sie wandert, verändert sich und taucht in Stimmen, Körpern und Bildern auf. Im Ursula Blickle Lab entsteht ein Raum, der zeigt: Erinnerung ist an den Blick geknüpft und an die Fragen, wer sieht, wer wird gesehen und was bleibt unsichtbar. Hier wird Erinnerung greifbar, spürbar – und offenbart, wie sie durch Körper weitergetragen wird. Die Autorin Jenaba Samura schreibt aus afro-diasporischer Perspektive über Zugehörigkeit, Intimität und die Zerbrechlichkeit von Erinnerung. Ihre Lesung verbindet persönliche Geschichten mit kollektiven Erzählungen – zwischen klarer Gewissheit und fragmentarischem Gedenken.

Die Künstlerin Sarah Ama Duah erkundet in performativen und skulpturalen Arbeiten Formen des Erinnerns und die Dekonstruktion von kolonialen Denkmälern. In to build to bury to remember lädt sie das Publikum ein, den fetischisierten Status von diesen Monumenten zu hinterfragen. In Auseinandersetzung mit traditionellen Skulpturen und Gedenkkulturen erschaffen drei Performer:innen lebendige, fragile Monumente – hybride Formen aus Latex und Körpern, die sich ständig neu bilden und wieder auflösen und so zu Trägern von Geschichten werden.

Fragen nach Erinnerungskultur, Blickregimen und den Erfahrungsräumen der Afro-Diaspora verbinden die literarische und die künstlerische Position, die im Rahmen der Projektreihe art.poetry.space aufeinandertreffen.

Im Anschluss an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.

Gestaltung: Leon Stark

Informationen zu den beteiligten Künstlerinnen

Sarah Ama Duah (* in Bremen) ist eine deutsch-ghanaische Künstlerin und Modedesignerin, die in Berlin lebt und arbeitet. Sie studierte Bildende Kunst und Mode und verfolgt in ihrer Arbeit einen interdisziplinären Ansatz, der Skulptur, Performance, Mode und Installation verbindet. Duahs künstlerische Praxis untersucht aus Afro-deutscher Perspektive die komplexe Beziehung zwischen historischer Erzählung und ihrer Manifestation in kulturellen Erinnerungsartefakten. Besonders bekannt ist sie für ihre Auseinandersetzung mit Denkmälern, Körpern und temporären Formen der Erinnerung, wobei sie starre historische Narrative hinterfragt und diese Reflektionen in Ihren Arbeiten materialisiert, dabei eigenständige visuelle Narrative entwickelt.

Ihre Werke wurden auf internationalen Plattformen wie der Ghana Fashion Week, SCCA Tamale und im HKW Berlin gezeigt. Duah ist Stipendiatin renommierter Programme wie Schloss Balmoral und war Teilnehmerin des Artist Residency-Programms perforcraZe International in Kumasi. 2025 erhielt sie den erstmals ausgelobten Wolfram Beck Preis für Bildhauerei.  
In ihren Performances und Skulpturen lotet sie die Grenzen zwischen Körper, Skulptur und kollektivem Gedächtnis aus und schafft so temporäre Denkmäler, die das Unerzählte und Verborgene sichtbar machen. In ihrer Serie to build to bury to remember untersucht Sarah Ama Duah kritisch den Umgang mit Denkmälern und stellt etablierte historische Narrative infrage. Die performative Serie bewegt sich an der Schnittstelle von Skulptur und Körper: Gemeinsam mit ihren Mitwirkenden entwickelt Duah vergängliche Denkmalformen, die den starren, autoritären Charakter imperialer Skulpturen des europäischen Kanons bewusst unterlaufen. Durch den Einsatz von Materialien wie Latex und Archivalien , die sichtbar werden und sich wieder entziehen, entsteht ein flüchtiges Tablau vivant welches die Afro-diaspora im Kontext europäischer Hochkultur verhandelt. Die Arbeit thematisiert so die Komplexität von Erinnerung, Macht und kollektiver Geschichte und stellt den offiziellen Narrativen alternative, vielschichtige Perspektiven gegenüber.

Jenaba Samura (sie/ihr) ist freie Autorin, Podcast Host und Moderatorin, hierbei bewegt sie sich immer wieder an der Schnittstelle von Theater/Politik. 

Als Promovendin der Kulturwissenschaften forscht sie aktuell im Projekt „Schwarze Narrative transkultureller Aneignung“ zu Imaginationen eines Schwarzen Europas. 

In ihrer Poesie beschäftigen sie vor allem transgenerationale Fragen von Familie, Freund:innenschaft und Zugehörigkeit.

Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.

Rückblick: art.poetry.space

mit

Kinga Tóth – Lieder mit Stein und Glas 

Orest Skakun – Der Roboter schämt sich automatisch

am 24. Oktober 2025 in der Ursula Blickle Stiftung

Wir danken Kinga Tóth und Orest Skakun für die Entwicklung ihrer Perfomances, allen Gästen für den interessanten Austausch, sowie allen, die an der Realisierung dieses Projekts mitgearbeitet haben.

Das Ursula Blickle Lab lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich ein zu

art.poetry.space

am Freitag, 24. Oktober 2025, 19 Uhr
in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ
Eintritt frei

mit

Kinga Tóth

Lieder mit Stein und Glas

Orest Skakun

Der Roboter schämt sich automatisch

In Cyrano de Bergeracs Roman L’ autre Monde aus dem 17. Jahrhundert unternimmt der Protagonist eine Reise zum Mond. Dort trifft er eine wunderliche Klientel an. Die Bewohner des fernen Himmelskörpers ernähren sich von Duft, benutzen Sonette als Zahlungsmittel und verständigen sich mithilfe von Klängen und Tönen. Mondgesichter heißt das jüngste Buch der Lyrikerin und intermedialen Künstlerin Kinga Tóth. Bei ihren Auftritten inszeniert sie ihre Texte, als sei sie geradewegs aus de Bergeracs Roman entsprungen, klanglich und visuell in Performances und Installationen. Der Mond ist auch in der Gegenwartsliteratur durchaus präsent. Der Weg dorthin führt durch das Weltall. In einem Song des Lyrikers Orest Skakun, der in Rumänien geboren wurde, begegnen wir dem russischen Kosmonauten Alexej Leonow, der am 18. März 1965 als erster Mensch einen Weltraumspaziergang unternahm. Der Ausflug dauerte 12 Minuten und 9 Sekunden. Der Roboter schämt sich automatisch nennt Orest Skakun seinen Konzertauftritt, bei dem sein Sprechgesang – gleichsam als Kontrapunkt zum Digitalen – durch Einspielungen, die von drei Kassettendecks kommen, begleitet wird. Checken wir also ein für die Reise zu fernen Himmelskörpern.

Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.

Gestaltung Sophie Eckhardt, basierend auf einem Werk von Orest Skakun

Im Anschluss an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.

Das Ursula Blickle Lab lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich ein zu

SOFERN ALLE SCHICHTEN FLIMMERN

am Freitag, 16. Mai 2025, 19 Uhr
in den Räumen der Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal-UÖ
Eintritt frei

mit

Hannah Schraven
wet archives

Ken Yamamoto
poetronica x performance

Unsere Sprache ist nicht nur ein Transportmittel für Informationen, sie ist auch ein Instrument. In der Sprache der Dichtung ist die Klangfarbe der Buchstaben und Silben immer hörbar geblieben. Sprache – zumal die poetische – ist Rhythmus, Melodie, Kolorit. Wir müssen nur unseren Ohren trauen und auf die Musikalität hören, die aus unseren Stimmen und Körpern spricht. In der Programmreihe art.poetry.space wollen wir dem Sound und der Akustik von Stimmen einen Resonanzraum geben. Bei dem Dichter und Spoken-Word-Künstler Ken Yamamoto trifft an der Schnittstelle von Poesie und Sound die urbane Geräuschkulisse Berlins auf eine Lyrikperformance, in der Konsonanten als Rhythmus pulsieren und Vokale sich zu Klangteppichen verweben. Seine Live-Hörstücke oszillieren zwischen Filmmusik, Field Recordings, elektronischer Ambient-Musik und gesprochenem Wort. Die Lyriker:in und Lecture-Performer:in Hannah Schraven sucht an der Schnittstelle von Gedichten und Bildender Kunst nach transluziden Zuständen, um die Körperlichkeit, die in der Sprache angelegt ist, physisch erfahrbar zu machen. Dabei arbeitet Hannah Schraven mit Video-Installationen, in denen sich Körper, Bild und Sprache symbiotisch miteinander verbinden, um uns durchlässig für unbetretene Erfahrungsräume zu machen.

Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.

Design: Alena Schumacher


Im Anschluss an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.

Rückblick «Die Maschine, die mich schreibt»

– eine performative Lesung von Francis Karat

am 25. Oktober 2024 in der Ursula Blickle Stiftung.

Wir danken Benjamin Breitkopf, Frank Bierlein und Johannes Bauer, sowie Fabian Jung und Luise Peschko!

Ausserdem gilt unser herzlicher Dank allen, die an diesem Projekt und seiner Realisierung mitgearbeitet haben.

Weitere Informationen zum Kollektiv «Francis Karat» finden sie unter
https://www.francis-karat.com/

Fotos: Sebastian Heck

Das Ursula Blickle Lab lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich ein!

die Maschine, die mich schreibt.

eine performative Lesung von Francis Karat

Freitag, 25. Oktober 2024

19 Uhr

In den Räumen der Ursula Blickle Stiftung Kraichtal / Unteröwisheim

Eintritt frei

Wir folgen dem Schriftsteller Francis Karat bei seinen Erkundungen in eine neue kreative Ära.

Strudelnd im rabbithole der Sprach-KI ertrinken Identitäten im Meer der Daten, und das Feuer wird zum zweiten Mal erfunden.

Eine performative Lesung als Odyssee in die unendlichen Räume der künstlichen Intelligenz.

Hallo Maschine. Wie ist es, du zu sein?

Im Anschluß an das Programm laden wir Sie gerne zum Apéro ein.

Das Ursula Blickle Lab richtet einen besonderen Fokus auf die Grenzbereiche klassischer künstlerischer Disziplinen. Das Programm wird von Prof. Dr. Stephan Krass und Sebastian Winkler konzipiert und betreut.